Auch wenn bei der Erstellung der Webseite alles richtig gemacht wurde, stösst man bei begehrten Suchbegriffen unweigerlich an die Grenzen der Optimierung. Ein Suchbegriff wie z.B. “Immobilien in Mannheim” liefert mehr als 1,5 Millionen Treffer. Wer will Ihnen da garantieren, Ihre Homepage auf die wichtige erste Seite zu bringen?
Die gute Nachricht: Man kann sich durch bezahlte Suchmaschinen-Werbung einen Platz unter den Top-Ten kaufen!
Was ist Google AdWords?
Mit Google AdWords können Sie Anzeigen bei der weltweit führenden Suchmaschine und im so genannten Google-Werbenetzwerk schalten. Ihre Werbung erscheint entweder auf blauem Hintergrund vor den Suchergebnissen oder rechts neben den Suchergebnissen. Wann Ihre Werbung eingeblendet wird, bestimmen Sie selbst durch die Auswahl der Suchbegriffe.
Sie verfassen dazu kleine Textanzeigen und wählen Ihre Keywords aus. Sobald nach einem Ihrer Keywords gesucht wird, erscheint die Anzeige mit einem Link zu Ihrer Homepage.
Der Text besteht bei Google aus einer Überschrift mit maximal 25 Zeichen und zwei Zeilen mit jeweils maximal 35 Zeichen Länge. Darunter erscheint dann die Internet-Adresse mit einer maximalen Länge von ebenfalls 35 Zeichen.
Wenn Sie Ihre Anzeigen auch für das Google-Werbenetzwerk freischalten, erscheinen diese zusätzlich auf vielen thematisch passenden Webseiten. Die Einblendungen sind als Google-Werbung gekennzeichnet.
Was kostet Google AdWords?
Das ist das Gute daran: Die Einblendung Ihrer Anzeigen selbst kostet gar nichts. Sie bezahlen erst dann, wenn jemand auf Ihr Inserat klickt. Als Gegenleistung erhalten Sie dafür jedoch einen Interessenten auf Ihrer Homepage – oder, noch viel besser – auf Ihrer Landingpage, die Sie für diesen Suchbegriff erstellt haben.
Es gibt weder Mindestumsätze noch zeitliche Verpflichtungen. Damit Sie Ihre Werbekosten unter Kontrolle haben, legen Sie ein Tagesbudget fest und bestimmen, wie viel Sie maximal für einen Klick auf die Anzeige bezahlen möchten. Ist das Tagesbudget erreicht, wird Ihre Anzeige nicht mehr geschaltet und es fallen keine weiteren Kosten an. So können Sie risikolos mit 1, 2 oder 3 Euro pro Tag testen und Erfahrungen sammeln. Sie können sowohl Ihr Tagesbudget als auch die Preise pro Klick jederzeit ändern.
Die Klickpreise selbst hängen sehr stark vom Suchbegriff und der Konkurrenzsituation ab. Das können nur wenige Cent sein, aber auch einige Euro. Sobald Sie Ihr Konto eingerichtet haben, hilft Ihnen das Google Keyword-Tool aber auch hier mit Schätzungen zum erwarteten Durchschnittspreis.
Wie melde ich mich bei Google AdWords an?
Das geht im Prinzip ganz einfach. Gehen Sie auf http://www.google.de/ und klicken Sie auf den Link “Werben mit Google”. Im nächsten Fenster klicken Sie auf den Link “Google AdWords”. Oder Sie wählen den direkten Weg mit https://adwords.google.de/.
Wenn Sie bereits ein Google-Konto für andere Google-Services besitzen, können Sie sich mit dessen Daten einloggen. Falls Sie noch kein Google-Konto eingerichtet haben, klicken Sie auf “Jetzt starten”. Anschließend werden Sie durch den Anmeldeprozess geleitet.
Im Rahmen der Anmeldung müssen Sie auch bereits eine erste Anzeige erstellen. Verschwenden Sie damit jetzt noch keine Zeit und machen Sie das sehr oberflächlich. Wir benötigen diese Anzeige nur, um zu den Zahlungsoptionen zu gelangen und die Anmeldung abzuschließen. Anschließend können Sie diese Anzeige wieder löschen.
Wenn Sie sich für Zahlung per Lastschrifteinzug entscheiden (was ich Ihnen empfehle), wird automatisch ein Formular zur Einzugsermächtigung generiert, das Sie unterschrieben an Google senden müssen. Die Bearbeitung dauert normalerweise 1-3 Tage, danach werden Ihre Anzeigen geschaltet.
Zwischenzeitlich haben Sie ausreichend Zeit, die erste Anzeige wieder zu löschen und sich Gedanken um Ihre Texte und Suchbegriffe zu machen. Verwenden Sie dazu wieder das Keyword-Tool: https://adwords.google.de/select/KeywordToolExternal
Wenn Sie eingeloggt sind, erreichen Sie das Keyword-Tool auch über einen Link innerhalb der Anzeigengruppe. Anschließend überprüfen Sie online, an welcher Position Sie bei einer Suchanfrage zu dem Stichwort landen.
Wichtig: Setzen Sie an dieser Stelle Ihre gewonnenen Erkenntnisse aus der Suchwort-Analyse ein. Je spezieller Sie Ihre Suchbegriffe auswählen, desto besser ist die Qualität der Besucher und desto geringer sind die Preise pro Klick.
Tipps, Tricks und häufige Fehler
Die meisten Werbetreibenden schalten die einfachen und naheliegenden Keywords – und sind relativ schnell frustiert, wenn die gewünschten Erfolge ausbleiben. Ist ja auch logisch, denn diese Suchbegriffe schaltet auch jeder Ihrer Mitbewerber…
Kontrollieren Sie Ihre Kampagne kontinuierlich und werten Sie die Ergebnisse regelmäßig aus. Haben Sie zu viele unwirtschaftliche Keywords gebucht? Dann löschen Sie diese – damit verlieren Sie nur Geld. Haben Sie die von den Nutzern tatsächlich gesuchten Begriffe gebucht? Falls nicht, verlieren Sie wertvolle Interessenten.
Wo landet der Besucher, wenn er auf Ihre Anzeige klickt? Hat die Seite einen direkten Bezug zum Suchbegriff und der Anzeige? Falls nein, freut sich auch in diesem Fall nur wieder Google über Werbeeinnahmen.
Testen Sie unterschiedliche Landingpages und verschiedene Anzeigentexte. So lernen Sie im Laufe der Zeit immer besser, worauf Ihr Kundenkreis anspricht und können Ihre Kampagne weiter optimieren.
Betreiben Sie Ihr Geschäft nur regional? Dann macht es keinen Sinn, dass Sie für Besucher aus ganz Deutschland bezahlen. Gehen Sie in diesem Fall in die Kampagneneinstellungen und bearbeiten Sie ganz unten die Zielregion. Unter der Lasche “Benutzerdefiniert” können Sie Ihre Firmenadresse eingeben und selbst bestimmen, in welchem Umkreis um Ihren Standort die Anzeigen geschaltet werden sollen.
Deaktivieren Sie das Content-Werbenetzwerk. Diese Besucher haben nicht aktiv nach Ihren Dienstleistungen gesucht und sind deshalb ziemlich unqalifiziert. In diesem Segment setzen Sie besser grafische Banner ein, die Sie innerhalb der Anzeigengruppe als Image-Anzeige hochladen können.
Fazit: Am Anfang werden Sie oft feststellen, dass Sie ziemlich viel bezahlen müssen, um wirklich weit oben zu stehen. Das liegt am System der Rangfolgenberechnung. Entscheidend ist nicht nur, was Sie bereit sind zu bezahlen, sondern auch wie oft Ihre Anzeige angeklickt wird. Das macht aus Sicht von Google natürlich Sinn – denn nur Klicks bringen Geld. Bieten Sie zu Beginn also ruhig etwas mehr, um einige Klicks zu generieren. Meistens behalten Sie die gewonnene Position, auch wenn Sie die Gebote anschließend wieder etwas reduzieren.
Website-Statistiken mit Google Analytics
Wissen Sie genau, wie viele Besucher Ihre Webseite gestern hatte, über welche Links und Suchbegriffe diese gekommen sind, wie lange sie sich auf Ihrer Homepage aufgehalten haben oder welche Inhaltsseiten am häufigsten aufgerufen wurden?
Auch hier hilft uns Google weiter – und zwar völllig kostenlos. Das Programm dazu nennt sich Google Analytics und ist ganz einfach über einen Reiter innerhalb Ihres AdWords-Kontos zu erreichen.
Die Einrichtung ist schnell erledigt und abschließend erhalten Sie einen Code, der in die Inhaltsseiten Ihrer Homepage eingefügt werden muss. Lassen Sie das am Besten von Ihrem Webmaster vornehmen – er weiß, wie das geht.
Ab sofort haben Sie viel mehr Kontrolle über Ihre Internet-Marketing-Aktivitäten.
Was wir heute behandelt haben, kostet zwar Geld – aber wenn Sie es richtig machen, lohnt sich das. Ich selbst gewinne über diesen Weg fast alle neuen Interessenten und Kunden.
Bis dahin wünsche ich Ihnen wie immer viel Erfolg bei der Umsetzung Ihrer Internet-Strategie.
Ihr muks media Team

